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Der Reitersitz ? ein wichtiges und in unzähligen Veröffentlichungen aus vielen Perspektiven beleuchtetes Thema



??Es gibt viele Abhandlungen, wie der Reiter auf dem Pferd sitzen sollte, daher wollen wir in diesem Beitrag nicht weiter darauf eingehen, sondern uns mit den Herausforderungen der Optimierung ausschließlich aus der Sicht des Reiters bzw. der Reiterin beschäftigen, der oder die gern ihren Sitz verbessern möchte. Wir beleuchten hier alle Bereiche, die mit in die Sitzschulung hineinspielen. Der Beitrag soll helfen, sich der unterschiedlichen Ebenen oder Bereiche bewusst zu werden, die beteiligt sind.

Für wen ist es nützlich, über diese Informationen zu verfügen?

Im Grunde genommen sind die Informationen für jeden Reiter, für jede Reiterin hilfreich, weil sie besser verstehen werden, an welchen Stellen es haken könnte, an welchen Schrauben sie persönlich drehen können, vor allem wenn es nicht so richtig klappen will und sie zum Beispiel auf der Stelle treten. Ganz besonders interessant ist der Beitrag für Menschen, die ohnehin lieber autodidaktisch lernen und dann natürlich für alle Reitlehrer und Trainerinnen und Trainer oder auch Coaches, die Reiterinnen und Reiter unterstützen. Sie finden sicher Anregungen, die ihnen helfen, ihren Unterricht noch effektiver zu gestalten.

 


Welche Art der Sitzschulung ist für ReiterInnen besser?

Schulung von Erfahrungswissen oder das Finden des eigenen Weges zum individuellen optimalen Sitz?

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Die meisten Reitlehrer, lehren ihr ?Erfahrungswissen?. Häufig nutzen sie Methoden, die sie selbst in ihrer sportlichen Laufbahn praktizieren oder praktiziert haben. Da gibt es eine breite Spannbreite an Methoden: Von der Sitzschulung an der Longe, moderner dann auch schon auf dem Roboter-Pferd oder aber Nutzung von spezifischen Übungen, die erst einmal nur den Körper und die Beweglichkeit des Reiters oder der Reiterin Trainieren bis hin zu Sitzkorrekturen eben im Unterricht. Wie die meisten Lehrenden haben Reitlehrer oder entsprechende Trainerinnen oder Coaches meistens nur einen ihnen eigenen Vermittlungsstil und können daher ?nur? sinnvoll die Reitschülerinnen und Reitschüler voranbringen, die mit eben diesem Stil etwas anfangen können.


Die besondere Herausforderung:

Ein besonders große Herausforderung bei der Sitzschulung ist, dass das Wort eher andeutet, dass es sich beim entsprechenden Lehr- und Lernstoff um etwas Statisches handelt, das ist jedoch mitnichten der Fall. Es gibt viele Abhandlungen, wie der Reiter auf dem Pferd sitzen sollte, daher wollen wir in diesem Beitrag nicht weiter darauf eingehen, sondern uns mit den Herausforderungen der Optimierung ausschließlich aus der Sicht des Reiters bzw. der Reiterin beschäftigen, die gern ihren Sitz verbessern möchte.


Der irritierte Reiter?


So viele Informationen prasseln auf den Reiter, die Reiterin ein. Viel soll er oder sie lernen oder wissen, bevor sie sich auf ein Pferd setzt und erst recht, wenn er oder sie den Sport regelmäßig betreibt.

Das ist wirklich wichtig, aber in der Regel nur, wenn der Reiter oder die Reiterin nicht über Empathie verfügt. Wenn er oder sie sich in ein anderes Lebewesen einfühlen kann, spürt er oder sie instinktiv, was dem Pferd gut tut oder eben was nicht.

Das hilft natürlich noch nicht bezogen auf einen vorteilhaften Reitersitz, wohl aber auf dem Weg dorthin, denn der Mensch mit Empathie wird es merken, wenn sein Sitz sein Pferd beeinträchtigt. Hier erkennen wir aber schon, dass ein guter Reitersitz ganz sicher etwas mit Motivation zu tun.

Wenn der Reiter, die Reiterin der Auffassung ist, dass er oder sie einfach nur Spaß mit und auf dem Pferd haben möchte, ist ein Verständnis und damit die Motivation für die Verbesserung des Reitersitzes vermutlich eher weniger vorhanden. Wenngleich wirklich außer Frage steht, dass ein guter Reitersitz das sein sollte, was man anstreben sollte, wenn man auf den Rücken eines Pferdes klettert.


Reiten lernen ist gar nicht so schwer - auch ein guter Sitz nicht

Reiten lernen an sich ist gar nicht so schwer, wenn wir früh damit beginnen und unser Körper von klein auf an an die entsprechenden Bewegungen herangeführt wird. Am intuitivsten lernen wohl Kinder, die bereits im Mutterleib an die Bewegungen des Pferdes gewöhnt wurden, weil ihre Mütter in der Schwangerschaft ritten, die dann auch recht früh weiter reiten durften und dies auch gerne wollten. Dann ist die Anpassung an die Bewegungen des Pferdes ein intuitives und einfach auszuführendes Bewegungsmuster


Kinder lernen Reiten intuitiv und daher mit Leichtigkeit

können, lernen sie intuitiv. Wichtig dabei ist, dass ihnen erlaubt wird, ihren Körper nach ihren Vorstellungen zu benutzen. Was heißt das? Sie sollten nicht in ein Korsett gezwängt werden, der ihre individuellen Bewegungsmöglichkeiten beschränkt. Hier heißt es, Vertrauen in die Lernfähigkeit der Kinder sowie das Gelingen des Planes zu haben und ihnen zu ermöglichen, ihren eigenen individuellen Weg zu finden. Ein Trainieren des korrekten Sitzes, also gewissermaßen eine Konditionierung auf diesen ist eher wenig hilfreich, denn wenn das Kind lernt, den optimalen Weg selbst zu finden, wird sein Sitz der individuell Beste sein und dennoch korrekt, wenn das Kind entsprechende Vorbilder hat. Warum das so ist und wie es auch wissenschaftlich untermauert funktioniert findet Ihr im EBOOK, das gerade am Entstehen ist. Der Link wird hier eingefügt, sobald es fertig gestellt ist.


Warum ist es nützlich, diesen Weg, wie Kinder mit Leichtigkeit lernen zu kennen, wenn man doch selbst erst im Erwachsenenalter mit dem Reiten beginnt oder eben begonnen hat?

Nun, wir waren alle einmal Kinder und uns ist daher der Weg bekannt, wie man intuitiv lernen kann, auch wenn wir aktuell keinen Zugang zum intuitiven Lernen mehr haben. Wir können diesen Weg allerdings durchaus wieder aktivieren. Entsprechende Methoden werden ebenfalls im bereits angesprochenen EBOOK beschrieben.

Von Reitlehrerinnen und Reitlehrern kommt jetzt bestimmt der Einwand, dass es keine gute Idee ist, einen solchen Weg zu beschreiten, weil es ja viel besser ist, wenn man unter Anleitung lernt. Das ist tatsächlich richtig, aber nur, wenn die Anleitung die individuellen Bedürfnisse des Lernenden berücksichtigt und in die Steuerung des Lernens integriert.

Und hier sind wir an einem ganz wichtigen Punkt, der auch die Beziehung zum Pferd betrifft. Wenn partnerschaftliches Lernen erfolgen soll und das ist immer der allerbeste Weg, denn Lernen ist nun einmal von der individuellen Motivation abhängig, dann müssen die Bedürfnisse aller, also auch die individuellen Bedürfnisse sowohl des Reiters, der lernen möchte als auch die des Pferdes mit zu berücksichtigen. Wenn in diesem System die Bedürfnisse eines Partners nicht berücksichtigt werden, betrifft das das komplette Beziehungssystem, also auch das Lernsystem. Gerade bezogen auf Reiten sind ganzheitliche Ansätze gefragt, denn Reiten ist ein komplexes System. Alle möglichen Aspekte sind mit zu berücksichtigen, denn sonst klappt es nicht oder eben nur suboptimal.


Sicher kennen wir alle bereits ein Schaubild, das die Komplexität aufzeigt, die das Reiten an sich begleitet, aber es kann sicher nichts schaden, wenn wir es zur Aktivierung entsprechender Gedanken dazu hier aufführen und somit unsere Achtsamkeit für die aufgeführte Komplexität steigern.

Soweit erst einmal für diesen Blog-Beitrag. Es wird im nächsten Beitrag weiter gehen mit wichtigen Themen rund um das Thema Reitersitz. Der Sitz ist einfach ein zentrales Kommunikationswerkzeug der Kommunikation zwischen Reiter und Pferd beim Reiten.

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Herzliche Grüße

Conny